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Wildgewordene Übersetzungen

Im Internet ist alles gut. Alles, was aus dem Internet rauskommt, ist besser und alles, was wir da reinschreiben, ist immer am besten.
Diesen Glaubenssatz der piratenklappenäugigen Politlässigkeitsgenerierer teilen Millionen. Wie war das noch mit den Millionen Fliegen, die Recht haben müssen, weil sie Exkremente zu sich nehmen? Gleichwie: Im www ist bei aufmerksamer Betrachtung allerlei Unsinn zu finden.
Denn immer wieder bereitet er Freude, unser lieber Google Übersetzer, der dem Babelfish folgte.
Die Arbeitsergebnisse gemahnen noch an den Mumpitz, den Version 0.0 geliefert hätte, wäre sie denn jemals auf dem Markt gewesen.
Dennoch lässt sich mit diesem unerschöpflichen Born der Erheiterung das eine oder andere vergnügliche Viertelstündchen zwischen den Terminen füllen.
Probieren wir es doch mal mit dem alten Steppenwolf-Titel Born to be Wild: Getragen, wild zu sein, will man uns einreden. Da fühlt man sich irgendwie getragen und gut aufgehoben, angesichts dieses Vorschlags.
Die Aufforderung Go for it wird auch bei mehrmaligem Versuch mit Gehen Sie für es angeboten. Dass system requirement als Systemsanforderung mit mittigem s verkauft werden soll, geht ja gerade noch so an.
Aber wehe, wir greifen ins volle literarische Leben: Bei Emily Brontes traumschönem Roman Wuthering Heights liefert unsere verträumte Software Wuthering Höhen. Zumindest den Plural hat sie erkannt.
Vielleicht benötigen die Mädels und Jungs von Google ein Brainstorming, was im Deutschen dann als Geistesstörung daherkommt.
Eine Google-freie Woche für Sie, und ich verabschiede mich mit See you again, oder nach Babelfish
bis wieder

Ihr
Gerhard Kerner

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