Nahezu plastisch sehe ich sie vor mir:

Jene geheimbündlerischen Maulwurfwesen, die alljährlich Pläne schmieden, um gemäß ihren verschwörerischen Statuten den autofahrenden Durchschnittsbundesdeutschen an zügigem und zeitgerechtem Fortkommen zu hindern.

Sicher hausen sie in fackelbeleuchteten, selbstgebauten Tropfsteinhöhlen unter Autobahnkreuzungen und Hochhausbauten, sitzen auf Betonsockeln rund um Tische aus Glasfaserkabelrollen, brüten über aktuellen Stadtplänen, um gruselig kichernd neue Verkehrshindernisse auszuhecken.
Sie sind so etwas ähnliches wie die Illuminaten, denen sich Dan Brown in einem Roman widmete. Geheim, gemein und grausam. Ihre Statuten lauten wie folgt:

1. Wo immer wir fließenden Verkehr entdecken, graben wir so ein richtig tiefes Loch.
2. Um die Verkehrsteilnehmer über unsere wahren Absichten zu täuschen, tarnen wir das Ganze als Baustelle. So erwecken wir den Anschein, als diene unser Tun auch einem Zweck.
3. Wer einmal unserem Bund eingeschworen ist und mit Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen gedenkt, muss damit rechnen, in den nächstbesten Betonpfeiler eingebacken zu werden.

Diese Jungs sind derart gut organisiert, dass man sich im Stau bei hoffentlich funktionierender Heizung lediglich resigniert zurücklehnen kann.

Widerstand zwecklos.
Glücklich zu schätzen sind all jene, die dann eine CD mit Bobby McFerrins Titel Don’t worry – Be happy einschieben können.

Falls Sie dieses Wochenende zu reisen gedenken, wünsche ich Ihnen bereits jetzt eine flotte Fahrt.

Ihr
Gerhard Kerner

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